Herbergssuche im Advent

Zu Hoffnungsträgern werden. Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Von Nazareth nach Bethlehem – rund 150 Kilometer. Ein langer und beschwerlicher Weg, den Maria und Josef damals auf sich nehmen mussten. Für Maria, die hochschwanger war, war diese Reise sicher alles andere als leicht. Sie bedeutete Anstrengung, Entbehrung und viele Mühen.
Der Brauch der Herbergssuche, auch Marientragen genannt, erinnert an die erfolglose Quartiersuche von Josef und Maria. Dabei wird Tag für Tag ein Marienbild von einer Familie zur anderen getragen.
Am vereinbarten Tag wird Ihnen die Marienfigur um 18.00 Uhr – oder nach Absprache – gebracht und anvertraut. Bei Ihnen findet sie für eine Nacht Zuflucht und ein Zuhause. Am nächsten Tag machen Sie sich mit Maria auf den Weg und bringen sie um 18.00 Uhr zur nächsten Familie oder zum nächsten Haushalt.
Anders als damals die Leute vom Betlehem wollen wir Maria die Tür öffnen, ihr für eine Nacht ein Zuhause anbieten, uns so auf Weihnachten vorbereiten und damit selbst zu Hoffnungsträgern werden. Natürlich können Sie Maria mit dem Auto zu ihrer nächsten Unterkunft bringen. Wir möchten Sie aber herzlich einladen, den Weg nach Möglichkeit – allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie – zu Fuß zu gehen. Nehmen Sie sich Zeit, lassen sie den Alltag für einen Moment hinter sich, genießen Sie einen winterlichen Spaziergang und das kurze Gebet zur Übergabe des Marienbildes.

Seien Sie dabei. Wenn Sie Lust bekommen haben, Maria ein Zuhause zu geben, machen Sie einfach mit. Die Aktion beginnt am 29. November 2026.
Sie können sich in der Kirche in die ausliegende Liste eintragen, oder sie schicken uns eine Nachricht an: pfarrei@kath-luebbenau.de
Bitte schreiben Sie in Ihre Mail Ihren Namen, die Adresse, Ihre Telefonnummer und drei Terminvorschläge, an denen Sie Maria um 18.00 Uhr in Empfang nehmen können.
Denken Sie bitte daran, dass Maria am darauffolgenden Tag um 18.00 Uhr zu ihrer nächsten Herberge gebracht werden möchte. Wann und durch wen Maria zu ihnen kommt, ist ab dem 1. Advent auf unserer Homepage, in der Kirche oder telefonisch im Pfarrbüro zu erfahren.