Lübbenau

Durch ihre beruflichen Anstellungen kamen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die ersten katholischen Familien nach Lübbenau und hielten den seelsorglichen Kontakt zur Kirchgemeinde Lübben.

Bereits 1932 wurde in Lübbenau ein Grundstück erworben, um den Bau einer Kirche möglich machen zu können. Die vorliegende Genehmigung dazu wurde jedoch 1933 zurückgewiesen.

Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Zahl der katholischen Christen in Lübbenau und Umgebung merkbar zu, denn viele Flüchtlinge und Heimatvertrieben waren katholischen Glaubens.

Die Pfarrgemeindeleitung aus Lübben richtet in Lübbenau regelmäßige Sonntagsgottesdienste, Religionsunterricht und verschiedene Gruppen ein und unterstützte die karitative Arbeit in Lübbenau und seinen Dörfern.

1952 wurde Johannes Langner katholischer Pfarrer in Lübbenau. Am Neujahrstag 1954 wurde die Pfarrkuratie Lübbenau mit ca. 20 Dörfern eigenständiges kirchenrechtliches Verwaltungsgebiet – noch ohne ein Kirchengebäude. Die Gemeinde nutzte die Friedhofskapelle der evangelischen Kirchgemeinde. Ebenfalls gab es kein Pfarrhaus oder Gemeinderäume, lediglich eine Mietswohnung in der Karl-Marx-Straße.

Nun wurde der Kirchenbau angestrebt, für das Grundstück in der Thälmannstraße gab es jedoch wiederum keine Baugenehmigung. Am Stadtrand, heute die Straße des Friedens, konnte 1954 endlich der Grundstein gelegt werden. Viele Gemeindemitglieder und Jugendliche von außerhalb spendeten nicht nur Geld, sondern packten auch kräftig beim Bau mit an. Im November 1956 konnte Kapitelsvikar Dr. Piontek die Kirche einsegnen.

Die Gemeinde wuchs mit der Stadt. Durch den Tagebau und das Kraftwerk kamen viele neue Einwohner nach Lübbenau, für die katholische Gemeinde waren besonders die Oberschlesier nennenswert. Gut über 1000 Menschen ließen sich taufen.

Der Widerstand des DDR-Regimes, der Glaubenskampf und Desinteresse brachten Einbrüche in der Gemeinde, andererseits wuchsen gerade so Standhaftigkeit, festes Zusammenstehen und ein bewusstes Miteinander. Und wo Verantwortung in Arbeit und Gesellschaft zugelassen wurde, kamen auch aus dieser Gemeinde gute Dienste.

Unter erschwerten Bedingungen wurden noch zur DDR-Zeit ein Pfarrhaus und ein kleines Gemeindehaus erbaut, was für viele Aktivitäten ein notwendiges Umfeld bot.

Pfarrer Johannes Langner starb bereits mit 63 Jahren. Sein Grab befindet sich heute noch vor dem Kirchengebäude. 1976 wurde Hubertus Zomack sein Nachfolger, der sich unter anderem am „Runden Tisch“ mit engagierten Bürgern nach der politischen Wende für ein gutes freies Deutschland einsetzte.

Die Aktivitäten in der Gemeinde konnten sich nun freier entfalten – Christen wurden nun nicht mehr benachteiligt, wie das zur DDR-Zeit der Fall war. Dennoch setzte nach der Wende ein deutlicher Bevölkerungsschwund ein, auch die Kirchgemeinde wurde so kleiner und im Altersdurchschnitt älter.

1993 wurde Pfarrer Zomack an das Bischöfliche Ordinariat berufen und wurde dort Generalvikar. Am 1.9.1993 wurde Arnold Schwarz als Pfarrer eingeführt, welcher zuvor Regens im Interdiözesanen Priesterseminar in Neuzelle war.

Zu den kircheneigenen Gebäuden kann erwähnt werden, dass die Außenhülle des Kirchturms bereits 1995 erneuert wurde. In den Jahren 2002 und 2003 wurde das Gemeindehaus saniert und vergrößert. Am Pfarrhaus wurde die längst überfällige Außenrenovierung und Dacherneuerung 2006 durchgeführt.

Aufgrund der strukturellen Situation im Bistum Görlitz sollten die bisher eigenständigen Kirchgemeinden Calau, Lübbenau und Vetschau bis Anfang 2007 zu einer Pfarrei zusammengefasst werden. Zum 11.11.2006, dem 50-jährigen Kirchweihjubiläum, wurde die Pfarrkuratie „St. Maria Verkündigung Lübbenau“ zur kanonischen Pfarrei „Heilige Familie Lübbenau“ erhoben. Das Kirchenpatronat bleibt bestehen. Am 31.12.2006 wurden die Pfarreien Calau und Vetschau aufgehoben und am 1.1.2007 der Gemeinde „Heilige Familie“ eingepfarrt.

Pfarrer Arnold Schwarz, der nun alle drei Kirchen betreute, verließ am 31.8.2007 die Gemeinde und ging in den Ruhestand. Seit dem 1.9.2007 ist Matthias Grzelka aus Spremberg, zuvor Kaplan in Cottbus, Pfarrer der Gemeinde. Mit seinem Einzug in das Pfarrhaus wurde dieses gleichzeitig saniert.


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