Gemeindewochenende in Jauernick

(Ilona Alschner) 26 Schwestern und Brüder im Alter von 7 bis knapp 89 Jahren kamen vom 20.-22. März in Jauernick zusammen, eine bunte Mischung aus neuen Gesichtern und alten Bekannten.

Nach einem gemeinsamen Abendessen zur Stärkung gab es die allseits beliebten Kennlernspielchen. Wir werden bei Michael wohl noch länger an Gummibärchen und bei Frau Jakobasch an Stricksachen denken.

Danach haben wir schnell gemerkt, dass das Thema des Wochenendes Unterwegs mit Abraham und Moseinhaltlich ganz schön tief geht. 26 Aussagen sollten in Gruppenarbeit jeweils Abraham oder Mose zugeordnet werden, und das auch noch in chronologischer Reihenfolge. Ich greife vor: Wir haben eigentlich alle gemerkt, wie wenig man doch weiß und wie schwer es ist, das Wenige in die richtige Reihenfolge zu bringen. Mit einem gemütlichen Beisammensein ließen wir den Abend dann ausklingen.

Nach einem stärkenden Frühstück Samstag früh überprüften wir mal mehr, mal weniger erfolgreich unser Namengedächtnis. In der anschließenden Gruppenarbeit ging es weiter mit Mose und Abraham. Danach gab uns Frau Staschik die Gelegenheit, niedliche Vögelchen zu basteln. Entweder um den Frühling in die eigene Wohnung zu bringen oder als kleine Spende an den Pfarrer und seine Dekoideen.

Unsere zwei Abenteurer Ludwig und Jasper hingegen nutzen die Gunst der Stunde und es verschlug sie am Ende an den Berzdorfer See. Andere verbrachten lieber eine ruhige Zeit und erholten sich von den intensiven Gesprächen. 

Nach dem Mittagessen gab es Freizeit für alle. Während sich eine Gruppe mutig mit Bendikt auf eine kleine Wanderung um den Kreuzberg herum wagte, machten es sich die Senioren bei einer gemütlichen Runde Kartenspielen bequem. Andere zog es hinaus, um Görlitz zu erkunden oder einfach entspannt in Jauernick spazieren zu gehen. Für jeden war etwas dabei ganz ohne Stress, aber mit viel Freude und teils neuen Freunden.

Nachmittags kamen wir zusammen, um wieder in das Thema einzusteigen, bei der wir einen regen Austausch zu unseren eigenen Glaubenszeugen hatten. Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag war es beeindruckend zu sehen, wie Jung und Alt ihre ganz eigenen Perspektiven eingebracht haben und wie viel man voneinander lernen kann.

Ein besonderes Highlight war der Galaabend am Samstag. Nach sehr nebulösen Andeutungen von Pfarrer Dutzschke spielten vier Gruppen unterschiedliche Spiele gegeneinander. Es wurde viel gelacht, gewonnen, diskutiert, verloren und manchmal auch mehr oder weniger offensichtlich geschummelt.

Am Sonntag hatten wir einen sehr persönlichen Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Beim anschließenden Rückblick komme ich zurück zu der eingangs erwähnten Aussage: Wir haben alle festgestellt, dass wir noch sehr viel lernen können und man viel weniger über Mose und Abraham weiß als man denkt.

Am Ende bleibt vor allem Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, viele schöne Erinnerungen, neue Erkenntnisse und auch ein paar neue Bekanntschaften. Das war ein Wochenende, das nach Wiederholung ruft und sicher niemand so schnell vergessen wird.