Familienfest zum 70. Geburtstag der Pfarrkirche

Am 7. Juni laden wir alle Gemeindemitglieder sowie Freunde, Nachbarn und Interessierte herzlich zu einem großen Familienfest ein. Unsere Pfarrkirche wird 70. Gemeinsam wollen wir dieses runde Jubiläum in fröhlicher Atmosphäre feiern. Gottesdienst und Begegnung stehen dabei im Mittelpunkt.

Bereits im Pfarrbrief wurde ausführlich an die Entstehung und den Bau unserer Kirche erinnert. Was einst mit wenigen Gläubigen begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer lebendigen Gemeinde, die das religiöse und soziale Leben der Stadt mitgestaltet.
Geprägt von den Herausforderungen der Zeit wuchs die Gemeinde durch Zusammenhalt, Engagement und Vertrauen in den Glauben. Viele Generationen haben hier gebetet, gefeiert, getrauert und neue Kraft geschöpft.
Im Jahr 1954 wurde der Grundstein für das Kirchengebäude gelegt, das nach Entwürfen des Cottbuser Architekten Hanke errichtet werden sollte. Bereits nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte die Kirche im November 1956 feierlich eingeweiht werden.
Mit großem Einsatz und unter erschwerten Bedingungen entstand das Gotteshaus. So wurde der Gemeinde von der Stadt lediglich ein Grundstück am Rande zur Verfügung gestellt, nachdem ein zentraler Bauplatz verwehrt worden war. Jugendliche des Erzbischöflichen Amtes Görlitz unterstützten den Bau mit Spenden sowie mit 1300 Arbeitsstunden an den Gleisanlagen einer Ziegelei – ihr Lohn: 35.000 Ziegelsteine. Wie so oft in der Diaspora leistete auch das Bonifatiuswerk wertvolle Hilfe.
Es erscheint rückblickend fast wie ein Wunder, dass der Bau trotz Materialknappheit nie unterbrochen werden musste. Der unerschütterliche Wille der Gemeinde, verbunden mit großem Arbeitseifer, trieb den Kirchbau voran. So heißt es im Urkundentext: „Das Opfer der Jugend unserer Diözese hat diesen Bau ermöglicht.“



In einer Urkunde vom 4. Oktober 1956 wird bereits erwähnt, dass in unmittelbarer Nähe ein großes Kraftwerk entstehen und damit die Braunkohlevorkommen erschlossen werden sollen. Diese Prognose wurde Realität: Die Stadt wuchs von etwa 5.000 auf 25.000 Einwohner. Unter den Zugezogenen waren auch viele katholische Christen, darunter Deutsche aus Oberschlesien, die in den folgenden Jahren in der Gemeinde eine neue Heimat fanden. Die Kirche, ursprünglich am Stadtrand gelegen, rückte durch die Entwicklung der Stadt zunehmend in eine zentrale Lage zwischen Alt- und Neustadt.
Herausforderungen gibt es auch heute genug. In ein paar Jahren sollen die katholischen Pfarreien von Lübben und Lübbenau zu einer Spreewaldgemeinde zusammenwachsen. Die Mitglieder der Gremien aus beiden Pfarreien arbeiten bereits Hand in Hand daran, dass dieser Schritt gelingt.
Aber im Juni nehmen wir uns erst einmal Zeit, miteinander zu feiern. Damit unser Familienfest ein voller Erfolg wird, sind wir auf die Unterstützung vieler helfender Hände angewiesen. Ob beim Auf- und Abbau, bei der Betreuung von Angeboten oder bei der Organisation – jede Hilfe ist willkommen. Wer sich einbringen möchte, kann sich gern im Pfarrbüro melden.
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres erwartet uns im Herbst: Am 7. November laden wir ab 18 Uhr zu einem festlichen Tanzabend ins Gasthaus Zur Linde ein. Auch hierzu sind schon jetzt alle herzlich eingeladen.
Den krönenden Abschluss bildet ein feierlicher Gottesdienst am 15. November. Zu diesem besonderen Anlass wird Bischof Wolfgang Ipolt zu uns kommen und mit uns die Heilige Messe feiern.
Freuen wir uns auf ein Jahr voller Begegnungen und gemeinsamer Feierlichkeiten.